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Der Tod gehört zum Leben – Besuch eines Bestatters im WuN-Kurs 9

  • 27. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit
Bunte Kostüme sind für den Días de Muertos in Mexiko typisch
Bunte Kostüme sind für den Días de Muertos in Mexiko typisch

Im Rahmen des Lehrplans in Jahrgang 9 steht das Thema „Leben, Altern, Sterben“. Nachdem wir uns mit dem Thema anhand des Días de Muertos aus Mexiko genähert hatten und festgestellt haben, dass auch unsere Feiertage (Allerseelen und Totensonntag) quasi zur gleichen Zeit liegen, gingen wir auf die Suche nach anderen Lebensbereichen, in denen der Tod uns begegnet. Besonders auffällig war dabei die Auseinandersetzung mit den Vorstellungen vom Tod in der Musik.

Letztlich ist der Tod aber doch ein Bereich, über den man eigentlich nicht spricht. Zumindest nicht, wenn es einen tatsächlich betrifft. Warum ist das so? Liegt es an der Traurigkeit? Oder ist es Scham? Wer weiß eigentlich, wie das abläuft, wenn man stirbt? Also luden wir am 15. September 2025 jemanden ein, der den Tod quasi zu seinem Beruf gemacht hat: einen Bestatter. Zu Gast war Herr Bahlau, der in Eicklingen ein Bestattungsunternehmen führt. Er und sein Kollege gaben den Schülerinnen und Schülern einen direkten und sensiblen Einblick in seinen Berufsalltag und beantwortete alle Fragen, die sich dabei ergaben. Inklusive Vorführung des Leichenwagens und eines echten Sarges.

 

Die Auseinandersetzung mit dem Lebensende ist deshalb so relevant, weil sie uns hilft, den Wert des Lebens bewusster zu begreifen. Im geschützten Rahmen der Schule konnten Berührungsängste abgebaut und Fragen gestellt werden, die sonst oft unbeantwortet bleiben. Der Besuch verdeutlichte, dass Trauerarbeit und Bestattungskultur wichtige Stützen unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens sind. Indem wir über das Sterben sprechen, verlieren Tabus ihre Kraft und machen Platz für Empathie und Verständnis. Solche Begegnungen fördern die emotionale Reife und unterstützen die Jugendlichen dabei, eine eigene Haltung zu existentiellen Fragen zu entwickeln. Letztlich zeigt die Beschäftigung mit der Endlichkeit, wie kostbar jeder Augenblick im Hier und Jetzt ist.

Christina v. Rabenau

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