Das Management Information Game 2025
- 11. Juni
- 2 Min. Lesezeit

Für 5 Tage lang raus aus dem normalen Schulalltag und die Welt von Wirtschaft, Entscheidungen und Teamarbeit erleben. Genau diese Möglichkeit wurde uns, 21 Schülerinnen und Schülern des 10. Jahrgangs, ab dem 03. November 2025 durch die Teilnahme am Management Information Game (MIG) geboten.
Das MIG basierte darauf, dass wir in drei zuvor gegründeten Gruppen die Leitung eigener Unternehmen übernahmen und in mehreren Spielrunden gegeneinander antraten. Dabei mussten wirtschaftliche Entscheidungen getroffen, Strategien entwickelt und die Unternehmen möglichst erfolgreich geführt werden, doch dabei waren wir nicht auf uns alleine gestellt. Denn bereits am ersten Tag lernten wir Andreas Mätzold kennen, welcher als unser Spielleiter agierte und uns die gesamte Woche über unterstützte. Mit ihm gemeinsam entwickelten wir unser Innovationsprodukt: Ein smartes Tierhalsband mit KI-Funktionen, welches Daten von Haustieren erfassen und per App auswerten kann. Das Vermarkten von diesem sowie zwei weiterer Produkte war unsere Aufgabe im Planspiel, wobei wir verschiedene Rollen einnahmen, um Struktur in die Unternehmensvorstände zu bringen. Dabei gab es den Vorstand für Personal, Marketing, Beschaffung, Produktion, Finanzen und Verwaltung sowie den Vorstandsvorsitzenden.
Neben den Spielrunden fanden täglich Vorträge lokaler Unternehmen zu Themen wie Unternehmensorganisation, Marketing, Personalmanagement oder Aktien und Börse statt. Das dort vermittelte theoretische Wissen konnte anschließend direkt in den Spielrunden umgesetzt werden, wodurch schnell deutlich wurde, wie anspruchsvoll wirtschaftliche Entscheidungen tatsächlich sind. Gleichzeitig ergriff uns aber auch die Passion und der Ehrgeiz, möglichst gute Ergebnisse in Absatz, Umsatz und Gewinn unseres Unternehmens zu erreichen. Dafür mussten Produktionsmengen anhand vorheriger Verkaufszahlen und verfügbarer Lagerkapazitäten geplant sowie Maschinen- und Personaleinsatz sinnvoll koordiniert werden. Gleichzeitig spielte auch der finanzielle Aspekt eine entscheidende Rolle, da Investitionen in Werbung oder Forschung stets mit der vorhandenen Liquidität abgestimmt werden mussten. Doch nicht nur solche internen Entscheidungen stellten eine Herausforderung dar, sondern auch äußere wirtschaftliche und politische Einflüsse, auf welche wir, wie in der Realität, flexibel reagieren mussten. So musste beispielsweise im Weihnachtsquartal die höhere Nachfrage der Kundinnen und Kunden berücksichtigt und Verkaufsstrategien entsprechend an Angebot und Nachfrage angepasst werden.
Besonders war für uns der Mittwoch, da an diesem der Präsentationsabend stattfand, an welchem alle Gruppen unser Innovationsprodukt im Rahmen von Verkaufspräsentationen vorstellten. Das Ziel war dabei, Gäste aus Wirtschaft und Verwaltung von unserem ganz eigenen Produktkonzept zu überzeugen und spontan auf deren Fragen zu reagieren. Anschließend gab es ein Buffet, bei welchem sich die Möglichkeit bot, mit diesen noch in den Austausch zu gelangen.
Eine weitere Präsentation gab es am Freitag, jedoch im Rahmen einer Investorenkonferenz, wobei die drei MIG-Aktiengesellschaften ihre Geschäftsergebnisse und -politik gegenüber simulierten Investmentvertretern bzw. Wirtschaftsjournalisten vorstellten. Prägend war für uns, dies mit Selbstvertrauen zu vermitteln, doch da das MIG Eigeninitiative, Praxisnähe und Professionalität fordert, war das Selbstvertrauen am Ende nicht mehr nur Schein.
Das Management Information Game verband theoretisches Wissen mit realitätsnahen Entscheidungen und zeigte uns, wie Wirtschaft, Verantwortung und Teamarbeit tatsächlich funktionieren. Das MIG lehrte uns, dass es oftmals nötig ist, den Perfektionismus abzulegen und Kompromisse einzugehen. Unter Zeitdruck zu kommunizieren, strategisch zu denken und gemeinsam Probleme zu lösen, sind Fähigkeiten, welche nicht nur im Studium, Beruf oder in Führungspositionen erforderlich sind, sondern ebenso im Alltag sowie im gesellschaftlichen Leben.
Maya Sarina Lau und Tessa Luttermann




